Am 28. April 2026 wurde der Studentenclub Bärenzwinger zur Spielstätte der diesjährigen Theaternacht des Bertolt-Brecht-Gymnasiums. Zahlreiche Gäste folgten der Einladung und erlebten einen abwechslungsreichen und vielfältigen Abend, bei dem die Spielfreude der Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt stand.
Charmant und souverän führten die Abiturientinnen Johanna Senier und Elisabeth Baka trotz des laufenden Abiturstresses durch das Programm.
Den Auftakt gestaltete die Theater-AG der Klassen 6 bis 8 mit einer modernen Inszenierung von Shakespeares „Kaufmann von Venedig“, in der es dem verliebten Bassanio gerade noch gelingt, seinen Freund Antonio davor zu bewahren, zu Schaschlik verarbeitet zu werden.
Im Anschluss entführte der Dramaclub der fünften Klassen das Publikum in eine fantasievolle Welt der Talente. Mit viel Energie und Kreativität präsentierten die jungen Darstellerinnen und Darsteller ihre ganz persönlichen Stärken – von Tanz und Gesang bis hin zu Kampfsport und Rollschuhlaufen.
Mit „Die Maske des Roten Todes, aber anders“ brachte die Theater-AG der Klassen 8 bis 10 eine düstere Interpretation nach Edgar Allan Poe auf die Bühne: Während draußen eine tödliche Seuche wütet, feiert Prinz Prospero mit seinen Gästen im Schloss – scheinbar geschützt, doch der Bedrohung näher, als es scheint.
Unter dem Brecht’schen Leitgedanken „Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral“ rückten anschließend mehrere selbst entwickelte Stücke aus der Projektwoche der zehnten Klassen in den Fokus. Sie setzten sich mit Fragen nach Geld, Verantwortung und gesellschaftlichen Werten auseinander. Den Abschluss bildeten die englischsprachigen Produktionen des bilingualen Profils der neunten Klassen, die in vier kurzen Stücken mit originellen Ideen überzeugten.
Die Theaternacht zeigte einmal mehr die Vielfalt und Lebendigkeit des Schultheaters am BeBe und bleibt als ein rundum gelungener Abend in Erinnerung. Applaus an alle Beteiligten!
Ein besonderer Dank gilt Julia Fuchs und Ria Schuster für die Organisation sowie ihre unermüdliche Arbeit in den Theaterprojekten unserer Schule.
(Susanne Milde)