Unsere Theater-AG, die BeBeDramaroyalty, nahm am Schülertheatertreffen Sachsen (STTS) 2026 teil. Beim STTS treffen sich jährlich ausgewählte Schülertheatergruppen aller Altersklassen aus ganz Sachsen, um ihre Inszenierungen zu präsentieren und sich darüber auszutauschen. Als eine von sechs Theatergruppen aus ganz Sachsen durften wir unser Stück "Die Maske des roten Todes, aber anders" im Deutsch- Sorbischen Volkstheater in Bautzen auf großer Bühne aufführen.
Unsere Hinreise mit der Bahn am Montag, den 29.06., verlief reibungslos. In Bautzen angekommen, trafen wir zum ersten Mal auf die anderen Theatergruppen aus Bautzen, Leipzig, Panschwitz-Kuckau und Zwickau. Bei der Eröffnungsveranstaltung wurden alle Gruppen vorgestellt und der Plan für die nächsten Tage bekanntgegeben. Nach dem anschließenden Mittagessen und dem Hotel Check-in sahen wir uns das erste Stück aus Leipzig an, ein Stück über Videospiele mit viel Musik und Choreographie. Danach unterhielten wir uns in eingeteilten Nachgesprächsgruppen über das Stück. Wir gaben Feedback und Tipps zur Verbesserung. Vor unserem eigenen Auftritt am Abend hatten wir eine etwas chaotische Generalprobe. Dafür lief unsere Aufführung dann supergut. Die Tontechnik, die Lichteffekte und der Nebel unterstützten unser Stück perfekt.
Nach dem Aufräumen gab es Abendessen auf dem Vorplatz des Theaters. Anschließend machten wir noch ein Gruppenbild und dann hatten wir bis zur Nachtruhe um 22 Uhr Freizeit.
Am Dienstagmorgen ging es nach dem Frühstück im Hotel gemeinsam zum Theater. Als Einstieg in den Tag machten wir eine kleine Ermunterung mit allen anderen Gruppen zusammen. Wir lernten unsere ersten Wörter auf Sorbisch, sangen Lieder und schüttelten unseren ganzen Körper aus. Anschließend ging es in die Nachgesprächsgruppen zu unserem Stück. Wir erhielten ein umfangreiches Feedback und viele Impulse für Ideen für unser nächstes Stück. Danach sahen wir uns das dritte Theaterstück aus Zwickau an. Dies war ein Tanztheater, das die vielen Umweltkatastrophen auf der Welt thematisierte. Und auch hier folgten wieder Nachgespräche. Nach dem Mittagessen ging es dann zu den Workshops. Unter dem Motto "Seh ich anders" spielten wir mit unserer Stimme, entwickelten Klangcollagen, probierten Improvisationstheater aus oder besuchten die Gedenkstätte Bautzen. Wir lernten viel in den Workshops und wollen einiges in unseren nächsten Stücken einbauen. Nach den Workshops und dem Abendessen sahen wir uns das vierte Theaterstück aus Bautzen an. Die Gruppe spielte die Tragödie von Antigone nach. Im Anschluss ging es zurück ins Hotel. Auch der Mittwochmorgen begann wieder mit der Ermunterung und dem Nachgespräch zum letzten Stück. Unmittelbar danach sahen wir uns das fünfte Stück aus Panschwitz-Kuckau an, eine Inszenierung von Grundschülern auf Sorbisch für uns mit Live- Übersetzung. Sieben Detektive versuchen einen geheimnisvollen Diebstahl aufzudecken. In den Nachgesprächen sprachen wir über die Erfahrung, ein nicht-deutsches Theaterstück anzuschauen. Für uns war es die erste
sorbische Aufführung, von der alle positiv überrascht waren. Nach dem Mittagessen sahen wir uns das sechste und letzte Theaterstück aus Leipzig an. Dies war ein urbanes Tanztheater, das die Geschichte der jüdischen Kriegsfotografin Gerda Taro aufgriff. Ein letztes Mal trafen wir uns in den Nachgesprächsgruppen und tauschten uns über das Stück aus. Am Nachmittag probierten wir dann Radioballet aus. Dabei bekommt man über Kopfhörer Anweisungen, und wenn man diese ausführt, entsteht eine kleine Inszenierung. Das hat ziemlich viel Spaß gemacht, besonders in Momenten, in denen man grüppchenweise unterschiedliche Anweisungen über die Kopfhörer bekam. Anschließend hatten wir Freizeit. Einige nutzten diese, um Bautzen zu erkunden oder kurz zum Hotel zurückzulaufen. Andere blieben im Theater. Nach dem Abendessen ging es zur Abschlussveranstaltung.
Alle Gruppen bekamen einen Feedbackzettel und wir lernten einen sorbischen Tanz. Allmählich wurde uns bewusst, dass sich das STTS dem Ende neigte. Vorher gab es aber noch eine Abschlussparty. Mit lauter Musik, viel Tanz und Spaß und lustigen Challenges ließen wir den Abend ausklingen. Am Donnerstag fuhren wir sehr zeitig mit einem überfüllten Zug zurück nach Dresden und waren pünktlich zu unserem Sommerfest wieder da. Wir hatten alle super viel Spaß. Wir freuten uns sehr, als wir erfuhren, dass wir zum STTS fahren. Wir konnten uns mit den anderen Gruppen austauschen, Ideen für weitere Inszenierungen entwickeln und über uns hinauswachsen.
(Katharina Hüther 9/5)