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Besuch der Stasi-Gedenkstätte des LK Geschichte

Der Leistungskurs Geschichte 11 besuchte am 28.1.2026 die Stasi-Gedenkstätte Bautzner Straße in Dresden. Sie bot einen eindrucksvollen Einblick in die Arbeit und die Methoden des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). Besonders im Mittelpunkt stand die Bezirksverwaltung Dresden, die von Generaloberst Horst Böhm (1937–1990) von 1981 bis zu seiner Entlassung im Dezember 1989 geleitet wurde. Sein heute noch erhaltenes, holzvertäfeltes Büro mit zahlreichen Tellern, Wimpeln und Plaketten verdeutlichte die Machtposition der Stasi-Führung. Zudem ermöglichten Tonaufnahmen von Telefonaten einen direkten Einblick in das Selbstverständnis des Geheimdienstes.

Zu Beginn unseres Rundgangs besuchten wir den prunkvollen Bankettsaal. Dort wurde uns erklärt, wie das Gebäude zur damaligen Zeit genutzt wurde und welche repräsentativen Veranstaltungen dort stattfanden. Anschließend gingen wir in den Keller zu den ehemaligen Zellen, die zunächst von den Sowjets genutzt wurden. Dort waren zuerst Nationalsozialisten inhaftiert, die schwere Verbrechen begangen hatten. Später wurden zahlreiche Menschen dort festgehalten, die sich für Demokratie einsetzten oder sich gegen die sowjetische Besatzung widersetzten, wie zum Beispiel Herbert Belter.

Daraufhin besichtigten wir den großen Untersuchungshafttrakt der Stasi. Dabei erfuhren wir, dass die Gefangenen sowohl psychisch als auch physisch gefoltert wurden. Ständige Kontrollen, Demütigungen und fehlende Freiheit prägten den Alltag der Häftlinge. Die Hofgänge fanden unter tristen Bedingungen und dauerhafter Überwachung statt, wobei die abgesperrte Zelle im Freien so klein war, dass man kaum etwas machen konnte. Zudem wurde deutlich, dass die Häftlinge während ihres gesamten Aufenthalts nicht wussten, wo sie sich befanden – weder bei der Ankunft an der Untersuchungshaft noch in den Zellen selbst.

Ein weiteres eindrucksvolles Exponat war ein Barkas-Transporter, mit dem Verdächtige unauffällig aus dem Alltag heraus festgenommen und in die Haftanstalt gebracht wurden. Daraufhin besuchten wir ein Verhörzimmer, in dem Häftlinge verhört wurden, um Geständnisse zu erzwingen. Abschließend gingen wir noch in das Büro des Bezirksleiters, Horst Böhm, wo man die oben genannten Telefonausschnitte hören konnte.

Insgesamt verdeutlichte der Besuch auf eindrucksvolle Weise die umfassende Überwachung und die grausamen Methoden der Stasi sowie das Leid vieler Menschen in der DDR. Genau solche Projekte zeigen uns, dass nach dem Zweiten Weltkrieg eine weitere Diktatur in Deutschland entstand, die ihre Bürger systematisch unterdrückte, um ihre Macht zu sichern.

(Fabian Reimann, 11GE1)

KI generiert: Das Bild zeigt einen großen, eleganten Saal mit einer Bühne im Hintergrund und mehreren Reihen von leeren Stühlen, die auf eine Veranstaltung vorbereitet scheinen. Eine Person im Vordergrund geht auf die Kamera zu.
KI generiert: Das Bild zeigt das Innere eines Gefängnisses mit mehreren übereinander angeordneten Zellen, die durch Gitter getrennt sind. Der zentrale Flur führt zu höheren Ebenen des Gebäudes.
KI generiert: Das Bild zeigt einen leeren Raum mit einem offenen Gitterdach, durch das Sonnenlicht scheint. Die Wände sind weiß gestrichen, und eine geöffnete Metalltür ist links im Bild sichtbar.
KI generiert: Das Bild zeigt Menschen, die sich ein traditionelles Barkas-Kleintransporter-Modell in einer Garage ansehen. Zwei Personen stehen an der geöffneten Seitentür des Fahrzeugs.