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"Weg der Erinnerung" 2018

Liebe Schüler, liebe Eltern,

ganz herzlich laden wir auch in diesem Jahr wieder ein, uns auf den „Weg der Erinnerung“ zu begleiten. Seit 2011 gestalten die katholischen Religionsschüler unserer 10. Klassen eine Station auf dem Fahrradkorso, der jüdisches Leben unserer Stadt in Geschichte und Gegenwart lebendig werden lässt. Dieses Jahr steht der Weg unter dem Thema „Der 9. November 1938 in Dresden - Was die Nacht und der Tag für verschiedene Menschen brachten".

Vor 80 Jahren wurden in Deutschland die Synagogen in Brand gesteckt, auch in Dresden. Der diesjährige Weg der Erinnerung nimmt in den Blick, welche Ereignisse damit in Dresden einhergingen: Willkür, Verhaftung, Zerstörung, aber auch Protest.

Erinnert wird an die Verhaftung jüdischer Männer, die verantwortungsvolle Ämter in der Gemeinde ausübten: Rabbiner Dr. Albert Wolf, Aaron Höxter, Leo Schornstein, aber auch an die willkürliche Festnahme des jugendlichen Heinz Meyer. Das jüdische Bad in der Ziegelstraße 54 wurde zerstört – ein Nachbar war Augenzeuge der Verwüstungen und schrieb seine Beobachtungen auf, weil ihn das Gesehene nicht in Ruhe ließ. Elise Karlowa beobachtete von ihrem Laden, wie die Synagoge zerstört und Juden gedemütigt wurden. Aus Protest trat sie noch am selben Tag aus der Kirche aus. Der Feuerwehrmann Alfred Neugebauer versteckte einen der beiden Sterne der Synagoge bis zum Kriegsende und brachte ihn der wiedergegründeten jüdischen Gemeinde zurück. Der Weg endet in der neuen Synagoge.

Folgt uns auf diesen geschichtlichen Spuren durch das heutige Dresden und erlebt die etwas andere Stadtgeschichte, denn gesellschaftliches Engagement ist damals wie heute dringend nötig.

Wann? Sonntag, den 11.11.2018, 11 Uhr
Wo? vor der Gedenktafel an der Kreuzkirche Dresden

Ende gegen 15 Uhr mit Imbiss im Jüdischen Gemeindezentrum

Mit Fahrrad und wettergerechter Kleidung!

Wir freuen uns auf euer Kommen!

Religionsschüler der 10. Klassen, Andrea Wenzel