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Planspiel Parlament am 26.01.2018

Am Freitag, dem 26.01.2018, wurde erstmalig ein Planspiel zum Thema Sächsischer Landtag am Bertolt-Brecht-Gymnasium Dresden durchgeführt. Hierzu verwandelten sich alle Schüler der neunten Klassen in Politiker.

Gleich zu Beginn erfolgte eine Aufteilung der Schüler in politische Gruppierungen: Konservative, Soziale, Ökologische und Andere. Dies geschah spontan und von der politischen Meinung des Schülers unabhängig, was Konfliktstoff mit sich brachte. Diese wahllose Einteilung förderte jedoch eine Auseinandersetzung mit verschiedenen, nicht dem eigenen Standpunkt entsprechenden Ideen und die Entwicklung eines Verständnisses für diese. Mit stillen Feiertagen, dem Polizeigesetz, Volksentscheiden und den im Lehrplan vermittelten Geschlechterrollen wurde den Schülern ein breites Themenspektrum zur Abstimmung angeboten. In Fraktions- und Ausschusssitzungen trafen zufällig gewählte Schüler aufeinander, wodurch die Zusammenarbeit der Klassen untereinander gestärkt wurde. Die Diskussionen wurden ernst und kämpferisch geführt, was jedoch zu einem hohen Lautstärkepegel führte, welchen die Studenten nicht zu reduzieren versuchten. Die notwendige ständige Suche nach Kompromissen führte aber zur gegenseitigen Annäherung. In der Plenumsabstimmung wurden in Form von Reden die erarbeiteten Standpunkte vorgestellt, um schlussendlich über neue Gesetzesbeschlüsse zu entscheiden.

Das Planspiel brachte einen interessanten und anschaulichen Einblick in die Arbeit des sächsischen Landtages. Darüber hinaus förderte es eine individuelle Auseinandersetzung mit politischen Themen. Das Planspiel schulte im analytischen Umgang mit Problemsituationen und im fachlichen Argumentieren. Zusätzlich brachte es neue Erfahrungen durch den Perspektivwechsel. Unserer Meinung nach sollte das Planspiel daher zukünftig noch weiteren Schülern ermöglicht werden.

(Julia Zaitchenko und Julia Wobst, Klasse 9/3)